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Die goldene Gans

Anekdoten >>

...der einen vermeintlich ausgesetzten Hund mit dabei hatte! Das arme Hündchen mit rotem Nikihalstuch, war im „Old“ übergeblieben, doch Didi fasste sich ein Herz und versuchte die Besitzer des Hundes ausfindig zu machen. Er irrte, wenn auch auf wackligen Beinen, mit dem Findelkind des Nächtens in Alt Hietzing umher! Auf dem Polizeiposten Am Platz, sagte man ihm, er solle den Hund ins Tierschutzhaus bringen! Das brachte er jedoch nicht übers Herz.

So kam es, dass er mit dem Tier im Swh auftauchte! Dort sorgte das ausgesetzte Hündchen gleich für Aufruhr. So mancher Gast schloss den kleinen Racker in sein Herz. So auch Heidi, die sich regelrecht in das Tier verliebte und ihren Mann Bertl überzeugen wollte, das arme Tier mit nach Hause zu nehmen.

Da es schon weit über die eigentliche Sperrstunde war und die meisten Leute im Lokal nicht mehr an ihrem ersten Getränk schlürften, wurde Gabor, der nur spezielle Hunde in sein Herz schließt, ein wenig unrund! Ihm ging das Theater um das Tier sichtlich auf die Nerven und er beschloss, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Gabor öffnete für das Hündchen die Eingangstür des Lokals, um zu sehen, ob der Hund den Weg nach Hause finden würde und folgte ihm. Didi stürzte ihm entsetzt nach und dachte, dass der vermeintliche Hundefeind Gabor dem Tierchen etwas Böses antun wolle und drohte ihm Prügel an. Doch als dies der wackere Beschützer Markus hörte, lief er Didi nach, um seinen Freund Gabor zu rächen. Heidi bemerkte ebenfalls das Getümmel und forderte ihren Mann Bertl auf, ihr das Hündchen wohlbehalten einzufangen. Als treuer und guter Lebensgefährte, rannte er sofort dem Gefolge hinterher. So ereignete es sich, dass vier Männer in den Morgenstunden einem kleinen Hünchen durch Hietzings Altgasse hinterher rannten. Dieser Anblick amüsierte einige und erinnerte an Grimms Märchen, die goldene Gans.

Später stellte sich heraus, dass ein etwas angeheiterter Mann aus dem „Old“ seinen Hund schlicht vergessen hatte. Das Frauchen holte das Tier mit dem Taxi ab, schimpfte das Herrchen und wunderte sich, dass man so betrunken sein könne, dass man seinen Hund in einem Lokal vergessen kann! Doch der mittlerweile verstörte Hund war sichtlich froh, wieder bei seiner Familie zu sein. Ende gut, alles gut!

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